Ratgeber

Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz für Unternehmen

Beiträge zu Pflichten, Fristen und Abläufen sowie Hinweise auf geänderte Vorschriften, belegt mit den amtlichen Quellen. Jeder Beitrag nennt seine Rechtsgrundlagen und den Rechtsstand.

25 Beiträge

Eine Papiertüte mit Backwaren wird mit Einmalhandschuhen über eine Edelstahltheke gereicht Belehrung IfSG Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz Für Beschäftigte mit Tätigkeiten nach § 42 Infektionsschutzgesetz ist eine Belehrung nach § 43 IfSG erforderlich. Entscheidend sind der Zeitpunkt der Bescheinigung, die Abstimmung von Form und Ablauf mit dem zuständigen Gesundheitsamt und die Dokumentation der Folgebelehrung durch den Arbeitgeber. Weiterlesen → Zwei Beschäftigte, eine davon in Warnweste, gehen durch eine helle Produktionshalle Aktuell Betriebsärztliche Betreuung Betriebsarzt-Pflicht ab dem ersten Beschäftigten Die Betriebsarzt-Pflicht beginnt mit dem ersten Beschäftigten: Arbeitgeber müssen die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung organisieren. Betreuungsform und Umfang richten sich nach dem Arbeitssicherheitsgesetz und der DGUV Vorschrift 2 in der Fassung des zuständigen Unfallversicherungsträgers. Weiterlesen → Geräte für Hörtest und Lungenfunktionsprüfung auf dem Tisch eines Untersuchungsraums Aktuell Arbeitsmedizinische Vorsorge Pflichtvorsorge, Angebotsvorsorge und Wunschvorsorge nach der ArbMedVV Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge unterscheidet Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge. Pflichtvorsorge ist Voraussetzung für die Tätigkeit, Angebotsvorsorge muss der Arbeitgeber anbieten, Wunschvorsorge auf Verlangen ermöglichen. Der Beitrag ordnet Fristen, Bescheinigung und Vorsorgekartei ein und grenzt die Vorsorge von der Eignungsbeurteilung und von telemedizinischen Terminen ab. Weiterlesen → Sehtest an einem Prüfgerät, im Hintergrund ein Lager mit Gabelstapler Eignungsbeurteilung Eignungsbeurteilung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (E FSÜ, vormals G 25) Ärztliche Eignungsbeurteilungen sind nur auf einer tragfähigen, verhältnismäßigen und tätigkeitsbezogenen Grundlage zulässig. Sie folgen anderen Regeln als die arbeitsmedizinische Vorsorge, auch wenn beide beim Betriebsarzt stattfinden. Weiterlesen → Vier Beschäftigte ordnen Karten an einer Moderationswand Psychische Belastung Psychische Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz Psychische Belastungen sind nach § 5 Abs. 3 Nr. 6 Arbeitsschutzgesetz in jedem Betrieb mit Beschäftigten Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung. Beurteilt werden Arbeitsbedingungen, nicht Personen; Auswahl der Methode, Maßnahmen und Wirksamkeitsprüfung müssen nachvollziehbar sein. Weiterlesen → Gespräch über Unterlagen an einem runden Tisch, nur Hände sichtbar Wiedereingliederung Betriebliches Eingliederungsmanagement nach § 167 SGB IX Das betriebliche Eingliederungsmanagement ist anzubieten, wenn eine beschäftigte Person innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen arbeitsunfähig war. Die Teilnahme ist freiwillig; Verfahren und Umgang mit Gesundheitsdaten erfordern klare Zuständigkeiten. Weiterlesen → Aufgeschlagene Vorschrift auf einem Schreibtisch, daneben Brille, zugeklappter Laptop, Glas Wasser und dunkelblaue Mappe Aktuell Recht und Fristen Neufassung der DGUV Vorschrift 2 Die Neufassung der DGUV Vorschrift 2 weitet die Regelbetreuung nach Anlage 1 von zehn auf 20 Beschäftigte aus, lässt bei bekanntem Betrieb bis zu ein Drittel der Leistungen digital zu und verlangt regelmäßige Berichte. Welche Bestimmungen gelten, hängt von der Fassung des zuständigen Unfallversicherungsträgers ab. Weiterlesen → Zwei Personen bei der Begehung einer Produktionshalle, von hinten gesehen Aktuell Betriebsärztliche Betreuung Betreuungsmodelle der DGUV Vorschrift 2 für Kleinbetriebe Nach der DGUV Vorschrift 2 werden Betriebe bis 20 anrechenbare Beschäftigte nach Anlage 1 betreut; alternative Modelle nach Anlage 3 und 4 kommen in Betracht, wenn der Unternehmer aktiv im Betrieb mitarbeitet und sich qualifiziert. Der Beitrag vergleicht die Anlagen 1 bis 4 des Mustertexts und zeigt, welche Angaben für die Zuordnung nötig sind. Weiterlesen → Zwei Personen von hinten vor einem Hallenplan an der Wand eines Besprechungsraums, Warnweste über einer Stuhllehne Aktuell Arbeitsmedizinische Vorsorge Vorsorgeanlässe aus der Gefährdungsbeurteilung ableiten Vorsorgeanlässe ergeben sich nicht aus Berufsbezeichnungen, sondern aus den Tätigkeiten und dem Anhang der ArbMedVV; sie entscheiden, welche arbeitsmedizinische Vorsorge ein Betrieb veranlassen oder anbieten muss. Der Beitrag beschreibt den Weg von der Gefährdungsbeurteilung zum Vorsorgeplan. Weiterlesen → Hände in Einmalhandschuhen schneiden Gemüse auf einem Edelstahltisch einer Großküche Arbeitsmedizinische Vorsorge Feuchtarbeit und Hautbelastung in Küche, Pflege und Handwerk Feuchtarbeit von regelmäßig mehr als zwei Stunden je Tag ist ein Anlass für Angebotsvorsorge, ab regelmäßig vier Stunden je Tag für Pflichtvorsorge. Der Beitrag erläutert den Begriff, die Schwellen des ArbMedVV-Anhangs und die Schutzmaßnahmen, die der Vorsorge vorausgehen. Weiterlesen → Ergonomischer Bildschirmarbeitsplatz: Person von hinten vor einem Monitor auf Schwenkarm, externe Tastatur und Maus, Fenster seitlich Arbeitsmedizinische Vorsorge Bildschirmarbeit und arbeitsmedizinische Angebotsvorsorge Bei Tätigkeiten an Bildschirmgeräten hat der Arbeitgeber Angebotsvorsorge mit einer Untersuchung der Augen und des Sehvermögens anzubieten. Der Beitrag ordnet Vorsorge, spezielle Sehhilfen und ergonomische Maßnahmen ein. Weiterlesen → Straßenbauarbeiter von hinten mit Schirmmütze mit Nackenschutz und Warnweste an einem Sommertag, Trinkflasche im Vordergrund Arbeitsmedizinische Vorsorge Natürliche UV-Strahlung und Hitze bei Arbeiten im Freien Bei intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung von regelmäßig einer Stunde oder mehr je Tag ist Angebotsvorsorge anzubieten, bei extremer Hitzebelastung Pflichtvorsorge zu veranlassen. UV-Strahlung und Hitze sind getrennte Gefährdungen mit eigenen Vorsorgeanlässen und Maßnahmen. Weiterlesen → Übergabe eines Kapselgehörschutzes in einer Produktionshalle, nur Hände und Schulter sichtbar Arbeitsmedizinische Vorsorge Lärm in Produktion und Handwerk: Auslösewerte und Vorsorge Bei Lärm entscheiden Tages-Lärmexpositionspegel und Spitzenschalldruckpegel darüber, ob Angebots- oder Pflichtvorsorge erforderlich ist. Der Beitrag nennt die Auslösewerte und die Maßnahmen, die der Vorsorge vorausgehen. Weiterlesen → Halbmaske, Vollmaske und zwei Filter auf einer Werkbank, im Hintergrund eine helle Halle Arbeitsmedizinische Vorsorge Atemschutz: Vorsorge nach ArbMedVV und gesonderte Eignungsbeurteilung Beim Tragen von Atemschutzgeräten entscheidet die Gerätegruppe über Pflicht- oder Angebotsvorsorge. Eine Eignungsbeurteilung nach E ASG (vormals G 26) ist davon zu trennen und nur auf eigener Grundlage zulässig. Weiterlesen → Gabelstaplerfahrer von hinten mit Helm und Warnweste im Lager, Hochregale und gelbe Bodenmarkierung Eignungsbeurteilung Flurförderzeuge und Krane: Auswahl, Befähigung und ärztliche Eignung Wer Stapler oder Krane steuert, muss geeignet und befähigt sein. Der Beitrag trennt die betriebliche Auswahl und Unterweisung von der Frage, wann eine ärztliche Eignungsbeurteilung zulässig und erforderlich ist. Weiterlesen → Person von hinten mit Auffanggurt, Helm und Verbindungsmittel am Geländer eines Flachdachs, Stadt im Hintergrund Eignungsbeurteilung Arbeiten mit Absturzgefahr: Schutzmaßnahmen und gesundheitliche Eignung Bei Absturzgefahr, etwa bei Dacharbeit, Gerüstbau und Montage in der Höhe, stehen technische Schutzmaßnahmen an erster Stelle. Eine ärztliche Eignungsbeurteilung nach E ABS (vormals G 41) kommt nur bei begründetem Anlass hinzu. Weiterlesen → Hände auf Formularen an einem runden Tisch Wiedereingliederung Datenschutz und Dokumentation im betrieblichen Eingliederungsmanagement Datenschutz im BEM bedeutet: Gesundheitsdaten werden nur im erforderlichen Umfang und auf einer Rechtsgrundlage verarbeitet. Der Beitrag beschreibt, welche Angaben erforderlich sind, auf welcher Grundlage sie verarbeitet werden dürfen und wie die Unterlagen getrennt von der Personalakte geführt werden. Weiterlesen → Zwei Personen besprechen Unterlagen an einem runden Tisch, nur Hände sichtbar Wiedereingliederung BEM und stufenweise Wiedereingliederung: Unterschiede und Zusammenwirken Das betriebliche Eingliederungsmanagement und die stufenweise Wiedereingliederung sind zwei verschiedene Verfahren. Der Beitrag erklärt Grundlagen, Beteiligte und den Stufenplan und zeigt, wie beide Verfahren zusammenwirken. Weiterlesen → Pflegekraft von hinten desinfiziert sich die Hände an einem Wandspender in einem hellen Flur Arbeitsmedizinische Vorsorge Biologische Arbeitsstoffe in Pflege und Gesundheitsdienst Biologische Arbeitsstoffe gefährden in Pflegeeinrichtungen, Praxen und Kliniken durch Patientenkontakt und biologisches Material. Der Beitrag ordnet Gefährdungsbeurteilung, Schutzstufen, Vorsorgeanlässe und Impfberatung ein. Weiterlesen → Vertrauliches Gespräch zu zweit an einem runden Tisch, von hinten gesehen Psychische Belastung Psychische Belastung bei Schichtarbeit und Personalmangel Psychische Belastung entsteht in Pflege, Logistik und Produktion durch Schichtsysteme und knappe Personalbesetzung. Der Beitrag zeigt, wie diese Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung erfasst und mit organisatorischen Maßnahmen bearbeitet werden. Weiterlesen → Untersuchungsraum: dunkelblaue Mappe, Stethoskop und Brille auf einem Schreibtisch, Liege im Hintergrund Arbeitsmedizinische Vorsorge Nachgehende arbeitsmedizinische Vorsorge bei krebserzeugenden Arbeitsstoffen Nachgehende Vorsorge trägt dem Umstand Rechnung, dass krebserzeugende Gefahrstoffe erst Jahrzehnte nach der Exposition zu Erkrankungen führen können. Der Beitrag erklärt, wann nachgehende Vorsorge anzubieten ist, wie sie nach dem Ende der Beschäftigung organisiert wird und welche Rolle die Unfallversicherungsträger übernehmen. Weiterlesen → Besprechung am Tisch von hinten gesehen: vier Personen, eine im weißen Hemd, eine mit Warnweste, durch das Fenster eine Produktionshalle Recht und Fristen Arbeitsschutzausschuss nach § 11 Arbeitssicherheitsgesetz Ab mehr als 20 Beschäftigten ist ein Arbeitsschutzausschuss zu bilden. Der Beitrag beschreibt Zählweise, Zusammensetzung, Aufgaben, den Beitrag des Betriebsarztes und die Organisation der Sitzungen. Weiterlesen → Videokonferenz am Laptop in einem Büro, Person von hinten Aktuell Betriebsärztliche Betreuung Digitale betriebsärztliche Betreuung und telemedizinische Vorsorge Digitale betriebsärztliche Betreuung ist möglich, aber nicht für jede Leistung. Der Beitrag trennt die digitalen Anteile der Betreuung nach DGUV Vorschrift 2 von der telemedizinischen Vorsorge nach AMR 3.4 und nennt die Präsenzpflichten. Weiterlesen → Neu eingerichtete Werkstatt: eine Person von hinten hängt einen Verbandkasten an die Wand, daneben ein Feuerlöscher Betriebsärztliche Betreuung Arbeitsschutz beim Aufbau eines Unternehmens Arbeitsschutz beginnt mit der ersten Einstellung: Ab dann gelten Pflichten nach dem Arbeitsschutzgesetz und dem Arbeitssicherheitsgesetz. Der Beitrag nennt die Reihenfolge der Schritte von der Gefährdungsbeurteilung bis zur Vorsorge, ohne pauschale Einstellungsuntersuchung. Weiterlesen → Hände blättern in einem Ordner mit Registerblättern, daneben ein Monitor mit einer Tabelle, hinter der Glasscheibe eine Tischlerei mit Absauganlage Aktuell Recht und Fristen Expositionsverzeichnis bei krebserzeugenden Arbeitsstoffen führen Wer Beschäftigte Tätigkeiten mit krebserzeugenden, keimzellmutagenen oder reproduktionstoxischen Gefahrstoffen der Kategorie 1A oder 1B ausüben lässt, muss ein Expositionsverzeichnis führen, wenn die Gefährdungsbeurteilung eine Gefährdung der Gesundheit ergibt. Der Beitrag erklärt, wer erfasst wird, welche Angaben hineingehören, wie lange das Verzeichnis aufzubewahren ist und wie die Zentrale Expositionsdatenbank der Unfallversicherung genutzt werden kann. Weiterlesen →

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